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Warum die Preise beim E-Auto-Laden so stark schwanken: Wie du teure Ladestopps vermeidest

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Ladepreise für Elektroautos können verwirrend sein. Eine Ladesäule sieht günstig aus, eine andere kostet deutlich mehr, und manchmal kann dieselbe Ladestation je nach genutzter App, Ladekarte oder Tarif unterschiedliche Preise haben.


Das ist einer der größten Unterschiede zwischen dem Laden eines Elektroautos und dem Tanken eines Benziners oder Diesels. Bei Kraftstoff ist der Preis in der Regel vor dem Tanken sichtbar. Beim öffentlichen Laden hängt der tatsächliche Preis von verschiedenen Faktoren ab: Betreiber, Ladegeschwindigkeit, Standort, Roaming-Anbieter, Abonnement, Startgebühren und Blockiergebühren.


Die gute Nachricht: Sobald du verstehst, wie die Ladepreise für E-Autos funktionieren, wird es viel einfacher, teure Ladestopps zu vermeiden.


Warum öffentliche Ladepreise verwirrend sind


Das öffentliche Laden ist kein einzelnes, einheitliches Netzwerk. Es ist ein Mix aus Ladepunktbetreibern (CPOs), Mobilitätsanbietern, Ladekarten, Apps, Roaming-Vereinbarungen und Zahlungsmethoden.

Das bedeutet, dass der Preis, den du zahlst, nicht immer nur der reine Strompreis ist. Er kann auch Folgendes beinhalten:

  • Netzkosten

  • Margen der Ladesäulenbetreiber

  • Roaming-Gebühren

  • Gebühren der Zahlungsanbieter

  • Startgebühren pro Ladevorgang

  • Blockiergebühren

  • Abo-Rabatte

  • Standortkosten

  • Mehrwertsteuer und lokale Steuern

Aus diesem Grund können zwei Ladesäulen mit der gleichen Leistung sehr unterschiedliche Kosten verursachen.


Was beeinflusst den Preis eines Ladevorgangs?


Der endgültige Preis eines Ladevorgangs hängt in der Regel von mehreren Faktoren ab.

Die wichtigsten sind:

  • Preis pro kWh

  • Ladegeschwindigkeit

  • Standort der Ladesäule

  • Ladesäulenbetreiber

  • Genutzte App oder Ladekarte

  • Direktzahlung vs. Roaming-Zahlung

  • Abo- oder Mitgliedschaftstarif

  • Startgebühr (Session Fee)

  • Blockiergebühr (Idle Fee)

  • Zeitbasierte Gebühr

  • Ob sich die Ladesäule die Leistung mit anderen Autos teilt

Ein Ladestopp mag von außen einfach aussehen, aber die Preisgestaltung im Hintergrund kann vielschichtig sein.


Preis pro kWh vs. Startgebühren vs. Blockiergebühren


Der Preis pro kWh ist die wichtigste Kennzahl, auf die die meisten E-Autofahrer achten. Er zeigt dir, wie viel du für jede Stromeinheit bezahlst.

Aber das ist nicht die einzige Zahl, die zählt.

Einige Anbieter verlangen zusätzlich eine Startgebühr. Das ist ein fester Betrag, den du allein für den Start des Ladevorgangs zahlst. Andere erheben Blockiergebühren, wenn dein Auto nach Beendigung des Ladevorgangs oder nach einer bestimmten Zeitspanne weiterhin angeschlossen bleibt.

Das bedeutet, dass eine Ladesäule mit einem niedrigen kWh-Preis dennoch teuer werden kann, wenn zusätzliche Gebühren anfallen.

Bevor du dein Auto anschließt, solltest du Folgendes prüfen:

  • Den kWh-Preis

  • Ob eine Startgebühr anfällt

  • Ob Blockiergebühren anfallen

  • Ab wann Blockiergebühren berechnet werden

  • Ob sich der Tarif nach einer bestimmten Zeit ändert

  • Ob deine App oder Karte eine Roaming-Gebühr aufschlägt


Warum Schnellladen meist teurer ist


Schnellladen ist praktisch, aber in der Regel teurer als langsameres AC-Laden oder das Laden zu Hause.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Hochleistungs-Ladestationen erfordern teure Hardware, leistungsstarke Netzanschlüsse, Installationsarbeiten, Wartung und befinden sich oft an Premium-Standorten in der Nähe von Autobahnen oder viel befahrenen Strecken.

Du bezahlst also nicht nur für den Strom, sondern auch für die Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Infrastruktur.

Das bedeutet nicht, dass Schnellladen schlecht ist. Auf Langstrecken ist es extrem nützlich. Aber für den Alltag ist es meist schlauer, nach Möglichkeit zu Hause, am Arbeitsplatz oder an langsameren öffentlichen AC-Ladepunkten zu laden.


Warum dieselbe Ladesäule unterschiedliche Preise haben kann


Zu den verwirrendsten Aspekten des öffentlichen Ladens gehört, dass dieselbe Ladesäule je nach Zugangsmethode unterschiedliche Preise haben kann.

Zum Beispiel zahlst du unter Umständen jeweils einen anderen Preis bei Nutzung von:

  • Der eigenen App des Ladesäulenbetreibers

  • Einer Lade-App eines Drittanbieters

  • Einer Ladekarte

  • Einem Abo-Tarif

  • Einer direkten Kartenzahlung

  • Einem Roaming-Anbieter

Das liegt daran, dass jeder Anbieter seine eigene Tarifstruktur und eigene Vereinbarungen haben kann.

Die Frage ist also nicht nur „Welche Ladesäule ist in der Nähe?“, sondern auch „Mit welcher Zahlungsmethode bekomme ich an dieser Ladesäule den besten Preis?“


Ladekarten, Apps und Roaming-Gebühren einfach erklärt


Ladekarten und Apps machen das öffentliche Laden einfacher, da sie dir mit nur einem Account Zugang zu vielen verschiedenen Netzwerken ermöglichen.

Dieser Komfort kann jedoch mit unterschiedlichen Preisen verbunden sein. Wenn dein Anbieter Roaming nutzt, um dir Zugang zu einem anderen Netzwerk zu verschaffen, kann der Endpreis höher sein als der Direktpreis des Betreibers.

Das ist nicht immer der Fall. Manchmal bietet ein Abonnement oder eine Ladekarte den besseren Deal. Du solltest jedoch nicht davon ausgehen, dass eine Karte überall automatisch die günstigste ist.

Am besten fährst du, wenn du die Preise vor dem Start des Ladevorgangs vergleichst.


Heimlader vs. öffentliches Laden


Das Laden zu Hause ist oft die günstigste und planbarste Art, ein E-Auto zu laden – besonders, wenn du einen festen Stromtarif, einen dynamischen Tarif oder eine eigene Solaranlage auf dem Dach hast.

Öffentliches Laden ist anders. Es ist flexibler, aber der Preis kann je nach Standort und Anbieter stark variieren.

Eine einfache Faustregel:

Nutze das Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz für den alltäglichen Energiebedarf.
Nutze öffentliches AC-Laden bei längeren Parkzeiten.
Nutze Schnellladen, um auf längeren Strecken Zeit zu sparen.

Auf diese Weise nutzt du jede Ladeart genau dafür, wofür sie am besten geeignet ist.


Wie EU-Regeln die Preistransparenz verbessern


In Europa sorgt die Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) dafür, dass beim öffentlichen Laden die Nutzerinformationen, Zahlungsmöglichkeiten und die Preistransparenz verbessert werden.

Das sind gute Nachrichten für E-Autofahrer. Es bedeutet, dass das Laden mit der Zeit einfacher zu verstehen sein sollte – insbesondere, was das Ad-hoc-Laden (Spontanzahlung) und klarere Preisangaben betrifft.

Doch auch bei besserer Regulierung werden die Preise weiterhin schwanken. Unterschiedliche Betreiber, Standorte, Ladegeschwindigkeiten und Tarife wird es auch in Zukunft geben. Daher bleibt der Preisvergleich auch in einem transparenteren Markt sinnvoll.


Wie du teure Ladestopps vermeidest


Du musst kein Ladeexperte werden. Schon ein paar Gewohnheiten können dir bares Geld sparen.

Bevor du einen öffentlichen Ladevorgang startest:

  • Prüfe den Preis pro kWh

  • Achte auf Startgebühren

  • Achte auf Blockiergebühren

  • Vergleiche Direktzahlung mit App- oder Kartenpreisen

  • Vermeide es, ohne Notwendigkeit auf 100 % zu laden

  • Beende den Ladevorgang, bevor die Ladekurve flach und langsam wird

  • Nutze bevorzugt zuverlässige Ladesäulen mit fairen Preisen

  • Plane Stopps, bevor der Akkustand zu niedrig ist

  • Halte auf längeren Fahrten eine Alternative bereit

Das Ziel ist nicht immer die allerbilligste Ladesäule. Das Ziel ist die beste Ladeentscheidung für deine Route, deine Zeit und deine Batterie.


Die günstigste Ladesäule ist nicht immer die beste


Eine sehr günstige Ladesäule kann dennoch eine schlechte Wahl sein, wenn sie weit weg, langsam, besetzt oder unzuverlässig ist.

Eine etwas teurere Ladesäule kann besser sein, wenn sie frei ist, leicht zu erreichen ist und sich natürlich in deine Reise einfügt.

Denke an den Gesamtwert des Ladestopps:

  • Wie viel kostet es?

  • Wie viel Zeit spart es?

  • Ist die Ladesäule frei?

  • Liegt sie direkt auf deiner Route?

  • Gibt es nützliche Einrichtungen in der Nähe?

  • Vermeidet sie eine stressige Ankunft mit fast leerem Akku?

Der beste Ladestopp ist der, der Preis, Zeit und Zuverlässigkeit optimal miteinander verbindet.


Wie hilft StromNow beim Vergleich der Ladepreise?


StromNow hilft dir, Ladepreise zu vergleichen, bevor du dein Auto anschließt – so vermeidest du Überraschungen und findest fairere Optionen auf deiner Route.

Anstatt eine Ladesäule nur nach Entfernung oder Geschwindigkeit auszuwählen, hilft dir StromNow, die Entscheidung basierend auf Preis, Verfügbarkeit und Routenkompatibilität zu treffen. Du kannst smarte Stopps in der Nähe von Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten planen oder Ladezeiten mit Pausen verknüpfen, sodass das Laden Teil deiner Reise wird statt verlorener Zeit.

Mit dynamischen Preisen, KI-Routenplanung, der StromNow Card und Zugriff auf über 1.1 Millionen Ladepunkte in Europa gibt StromNow dir mehr Kontrolle darüber, wo, wann und wie du lädst.




FAQ

Warum unterscheiden sich die Ladepreise für E-Autos so stark?

Die Preise variieren, weil verschiedene Betreiber, Apps, Ladekarten, Standorte, Ladegeschwindigkeiten und Roaming-Vereinbarungen unterschiedliche Tarifmodelle nutzen.

Ist Schnellladen teurer als normales Laden?

Meistens ja. Schnellladen ist oft teurer, weil die Kosten für Infrastruktur, Netzanschluss und Standort höher sind. Es ist am sinnvollsten, wenn es auf längeren Reisen Zeit spart.

Kann dieselbe Ladestation unterschiedliche Preise haben?

Ja. Derselbe Ladepunkt kann unterschiedlich viel kosten, je nachdem, ob du die App des Betreibers, die App eines Drittanbieters, eine Ladekarten-App, Direktzahlung oder einen speziellen Abotarif nutzt.

Was sind Blockiergebühren?

Blockiergebühren fallen an, wenn dein Auto nach dem Ende des Ladevorgangs oder nach einer bestimmten Zeitspanne weiter an der Ladesäule angeschlossen bleibt. Sie sollen dazu beitragen, dass die Ladesäulen für andere Fahrer wieder frei werden.

Was sind Roaming-Gebühren beim Laden von E-Autos?

Roaming-Gebühren können anfallen, wenn dir ein Ladeanbieter Zugang zum Netz eines anderen Betreibers verschafft. Das macht das Laden zwar komfortabler, der Endpreis kann sich jedoch vom direkten Preis des Betreibers unterscheiden.

Ist das Laden zu Hause günstiger als öffentliches Laden?

In den meisten Fällen ja. Das Laden zu Hause ist oft günstiger und planbarer als das öffentliche Schnellladen. Öffentliches Laden ist vor allem für Reisen, das Parken in der Stadt oder für Fahrer ohne eigenen Stellplatz ideal.

Wie kann ich die Ladepreise vergleichen, bevor ich mein Auto anschließe?

Nutze am besten eine E-Auto-App, die dir dynamische Preise, freie Ladesäulen und passende Zwischenstopps anzeigt. StromNow hilft dir, Ladepreise einfach vor dem Start des Ladevorgangs zu vergleichen.


Vergleiche, bevor du lädst


Das Laden von E-Autos muss nicht unvorhersehbar sein. Der größte Fehler ist es, eine Ladesäule nur deshalb auszuwählen, weil sie in der Nähe ist oder die höchste kW-Zahl verspricht.


Eine bessere Entscheidung beim Laden berücksichtigt den Preis, die Verfügbarkeit, den Verlauf der Route und eventuelle zusätzliche Gebühren.


Sobald du die Preise vor dem Anschließen des Kabels vergleichst, wird das öffentliche Laden deutlich verständlicher und viel entspannter.