Ladekarte für Unternehmen: Ladekarte, Tankkarte oder Flottenplattform?

Eine grüne und eine graue Ladekarte, ein Smartphone und ein Autoschlüssel auf einem Schreibtisch, draußen eine Ladesäule.

Eine Ladekarte für Unternehmen bündelt alle öffentlichen Ladevorgänge deiner Flotte auf einer Rechnung und ordnet sie Fahrern, Fahrzeugen oder Kostenstellen zu. Eine klassische Tankkarte mit Ladefunktion reicht, solange du überwiegend Verbrenner fährst. Sobald auch zu Hause und am Betrieb geladen wird, ist eine Flottenplattform, die alle Ladeorte zusammenführt, meist die bessere Wahl.


Mit der wachsenden Zahl von E-Dienstwagen stellen sich viele Fuhrparkverantwortliche die gleiche Frage: Behalten wir die Tankkarte, führen wir eine zusätzliche Ladekarte ein, oder wechseln wir auf eine Plattform? Dieser Beitrag vergleicht die drei Modelle und zeigt, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Was ist eine Ladekarte für Unternehmen?

Eine Firmen-Ladekarte ist eine RFID-Karte oder App-Funktion, mit der Fahrerinnen und Fahrer an öffentlichen Ladepunkten laden. Die Kosten laufen nicht über private Konten, sondern direkt an das Unternehmen. Im Unterschied zu einer privaten Ladekarte verwaltest du die Karten zentral, kannst sie sperren, neu ausgeben und Ladevorgänge auswerten.

Ladekarte, Tankkarte oder Plattform – was ist der Unterschied?

Kriterium

Tankkarte mit Ladefunktion

Reine Ladekarte

Flottenplattform

Schwerpunkt

Kraftstoff, Laden als Zusatz

öffentliches Laden

Laden an allen Orten

Heimladen

in der Regel nicht abgedeckt

meist nicht abgedeckt

integrierbar, mit Belegen

Laden am Betrieb

nein

selten

integrierbar

Ladeplanung für Fahrer

eingeschränkt

je nach Anbieter

App mit Routen- und Preisinfos

Passt für

gemischte Flotte, wenige E-Autos

reine E-Flotte, nur öffentliches Laden

wachsende E-Flotte mit mehreren Ladeorten


Die Übersicht beschreibt typische Modelle; der konkrete Funktionsumfang hängt vom jeweiligen Angebot ab. Prüfe deshalb immer die Leistungsbeschreibung.

Worauf solltest du bei einer Firmen-Ladekarte achten?

Ladenetz und Abdeckung

Entscheidend ist, wo deine Fahrzeuge unterwegs sind. Prüfe, ob die wichtigsten Strecken, Kundenstandorte und Schnellladeparks im Netz enthalten sind. Für Fahrten ins Ausland zählt die Abdeckung in Nachbarländern. Unser Beitrag Ladenetz für den Außendienst prüfen zeigt, wie du das mit echten Routen testest.

Preise und Transparenz

Ladepreise unterscheiden sich je nach Standort, Betreiber, Ladeleistung und Tarif. Wichtig ist, dass Fahrer den Preis vor dem Ladestart sehen und dass auf der Rechnung erkennbar ist, was ein Ladevorgang gekostet hat. Achte auch auf Grundgebühren je Karte oder Fahrer und auf mögliche Blockiergebühren. Hilfreich ist der Beitrag Flottenladetarife vergleichen.

Abrechnung und Zuordnung

Eine monatliche Sammelrechnung spart Belegarbeit. Noch wichtiger ist die Zuordnung: Kannst du Ladevorgänge nach Fahrer, Fahrzeug, Kostenstelle oder Gesellschaft auswerten und exportieren? Das entscheidet, wie viel Handarbeit in der Buchhaltung bleibt.

Verwaltung und Sicherheit

Karten sollten sich schnell sperren und neu ausgeben lassen, etwa bei Verlust oder Austritt. Rollen und Rechte im Portal helfen, wenn mehrere Personen Zugriff brauchen. Für das Onboarding neuer Fahrer lohnt ein fester Ablauf, wie ihn der Beitrag Ladekarten für Mitarbeitende einführen beschreibt.

Wann reicht eine Ladekarte allein nicht?

Eine reine Ladekarte deckt nur öffentliches Laden ab. Viele E-Dienstwagen laden aber überwiegend zu Hause. Seit 2026 braucht die steuerfreie Erstattung des Heimladestroms eine gesondert gemessene Strommenge laut BMF-Schreiben vom 11. November 2025. Wenn du dafür ein zweites System brauchst, verteilen sich Daten und Kosten auf mehrere Quellen. Eine Plattform, die öffentliches Laden, Heimladen und Laden am Betrieb verbindet, löst das.

Checkliste für die Auswahl

  • Ladenetz deckt eure Hauptstrecken und Kundenregionen ab

  • Preise vor dem Ladestart sichtbar, Gebühren klar beschrieben

  • Monatliche Sammelrechnung mit Einzelnachweis

  • Zuordnung nach Fahrer, Fahrzeug und Kostenstelle, Export möglich

  • Karten zentral sperren und neu ausgeben

  • App für Fahrer mit Ladesuche und Routenplanung

  • Heimladen und Laden am Betrieb integrierbar

  • Test ohne lange Vertragsbindung möglich


Wenn du mehrere Anbieter vergleichst, hilft ein strukturierter Pilot mit einer kleinen Fahrergruppe – siehe Flottenladeanbieter im Pilot testen.

Wie führst du eine neue Ladekarte im Unternehmen ein?

Der Wechsel oder die Einführung gelingt am besten in kleinen Schritten. Starte mit einer Pilotgruppe aus Vielfahrern und Fahrern mit typischen Routen. Prüfe nach einigen Wochen, ob Netzabdeckung, Preise und Abrechnung im Alltag passen. Erst danach rollst du die Karte für alle aus und kündigst bei Bedarf alte Verträge.


  • Pilotgruppe festlegen und Ziele definieren, etwa Belegaufwand und Ladeerfolg

  • Fahrer im Portal anlegen, Kostenstellen zuordnen, Karten aktivieren

  • Kurze Einweisung in App und Karte geben

  • Nach dem ersten Monat Rechnung und Auswertung prüfen

  • Rollout planen und alte Karten geordnet ablösen


Wenn du von einem bestehenden Anbieter wechselst, hilft der Beitrag Flottenladeanbieter wechseln.


Plane für den Wechsel auch eine Übergangszeit ein, in der alte und neue Karten parallel funktionieren. So vermeidest du, dass Fahrer unterwegs ohne funktionierende Karte dastehen, und kannst die Rechnungen beider Anbieter für einen Monat sauber gegeneinander abgleichen.

Was bietet die StromNow Ladekarte?

Mit der StromNow Ladekarte für Flotten laden deine Fahrer an über 1,2 Millionen Ladepunkten in 32 Ländern, AC ab 0,30 Euro und DC ab 0,34 Euro pro kWh. Jeder Fahrer erhält eine physische Ladekarte und die Driver App mit Routenplaner und aktuellen Preisen. Im Fleet Portal verwaltest du Karten zentral, alle Ladevorgänge landen auf einer monatlichen Sammelrechnung. Heimladen lässt sich mit StromNow Home Charging ergänzen. Die Preise der Pakete findest du auf der Preisseite.


Ladekarte für dein Unternehmen testen – Demo buchen

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: 20. Oktober 2026. Preise laut stromnow.com, Stand 20. Oktober 2026; Ladepreise sind dynamisch und können je nach Standort, Betreiber und Tarif variieren. Das Titelbild ist ein KI-generiertes Symbolbild.


BMF-Schreiben vom 11. November 2025

StromNow: Unterwegs laden für Flotten

StromNow Preise

StromNow Magazin: Ladekarten im Unternehmen ausschreiben

Häufige Fragen zur Ladekarte für Unternehmen

Was ist eine Ladekarte für Unternehmen?

Eine zentral verwaltete Karte oder App-Funktion, mit der Mitarbeitende öffentlich laden. Die Kosten laufen direkt an das Unternehmen, meist über eine monatliche Sammelrechnung.


Reicht eine Tankkarte mit Ladefunktion?

Für gemischte Flotten mit wenigen E-Autos oft ja. Heimladen und Laden am Betrieb deckt eine Tankkarte in der Regel nicht ab. Bei wachsender E-Flotte ist eine Plattform für alle Ladeorte meist sinnvoller.


Worauf achte ich bei einer Firmen-Ladekarte?

Auf Ladenetz, transparente Preise, Sammelrechnung, Zuordnung nach Fahrer und Kostenstelle, zentrale Kartenverwaltung, eine Fahrer-App und die Integration von Heimladen.


Kann ich mit einer Ladekarte auch das Heimladen abrechnen?

Mit einer reinen Ladekarte meist nicht. Dafür brauchst du eine gesonderte Messung und Erstattung. Plattformen wie StromNow Fleet verbinden öffentliches Laden und Heimladen.


Wie viele Ladepunkte deckt die StromNow Ladekarte ab?

Laut stromnow.com über 1,2 Millionen Ladepunkte in 32 Ländern, AC ab 0,30 Euro und DC ab 0,34 Euro pro kWh.