Ladelösung für kleine Firmenflotten: So startest du mit wenigen E-Autos

Kleiner Innenhof mit Backsteinfassade und drei kompakten Elektroautos, eines lädt an einer Wandladestation.

Für eine kleine Firmenflotte reicht meist eine einfache Kombination: eine Ladekarte für alle Fahrerinnen und Fahrer, Heimladen mit sauberer Erstattung für Dienstwagen und – nur wenn nötig – ein paar AC-Ladepunkte am Betrieb. Entscheidend ist nicht die Größe der Flotte, sondern dass Kosten zentral sichtbar sind und niemand Belege sammeln muss.


Viele Ratgeber zur Flottenelektrifizierung denken in Depots mit Dutzenden Ladepunkten. Für Unternehmen mit drei, zehn oder dreißig Fahrzeugen sind andere Fragen wichtig: Wie starte ich ohne großes Projekt? Was kostet das monatlich? Und wie bleibt der Verwaltungsaufwand klein?

Was unterscheidet kleine Flotten von großen?

Kleine Flotten haben selten ein eigenes Fuhrparkteam. Oft kümmert sich die Geschäftsführung, das Office-Management oder die Buchhaltung nebenbei um Fahrzeuge. Gleichzeitig sind die Nutzungsprofile gemischt: ein Vertriebsfahrzeug mit viel Langstrecke, zwei Poolwagen, ein Transporter. Eine Ladelösung muss deshalb flexibel und ohne Schulung nutzbar sein.


Merkmal

Kleine Flotte

Große Flotte

Verantwortung

nebenbei, oft eine Person

eigenes Fuhrparkteam

Ladeorte

vor allem Zuhause und öffentlich

Depot, Zuhause, öffentlich

Infrastruktur am Betrieb

optional, wenige AC-Punkte

oft viele Ladepunkte mit Lastmanagement

Wichtigstes Ziel

wenig Aufwand, klare Kosten

Skalierung, Auslastung, Reporting

Welche Ladeorte braucht eine kleine Flotte?

Öffentliches Laden mit einer Firmen-Ladekarte

Eine Ladekarte pro Fahrer ist der schnellste Einstieg. Alle Ladevorgänge laufen auf eine monatliche Sammelrechnung, private Kreditkarten und Einzelbelege entfallen. Achte auf ein breites Ladenetz und darauf, dass du Ladevorgänge Fahrern oder Fahrzeugen zuordnen kannst. Mehr zur Auswahl liest du in Ladekarte für Unternehmen.

Heimladen für Dienstwagen

Wenn Dienstwagen bei Mitarbeitenden übernachten, ist das Heimladen oft die günstigste Option. Seit 2026 muss die geladene Strommenge dafür gesondert gemessen werden; erstattet wird mit dem tatsächlichen Strompreis oder der Strompreispauschale (2026: 34 Cent pro kWh) laut BMF-Schreiben vom 11. November 2025. Details erklärt der Beitrag Strompreispauschale 2026.

Laden am Betrieb

Ladepunkte am eigenen Standort lohnen sich, wenn Fahrzeuge regelmäßig dort stehen, etwa Poolwagen oder Transporter. Für kleine Flotten genügen meist wenige AC-Ladepunkte. Gehört dir das Gebäude und bist du ein KMU, das es überwiegend selbst nutzt, gelten die GEIG-Ladepunktpflichten nicht (§ 1 Abs. 2 GEIG). Laden deine Mitarbeitenden dort, ist der Strom nach § 3 Nr. 46 EStG für sie steuerfrei, wenn du ihn zusätzlich zum Arbeitslohn gewährst.

Was kostet eine Ladelösung für kleine Flotten?

Die Kosten bestehen aus drei Teilen: dem Strom selbst, gegebenenfalls Hardware und Installation am Betrieb und einer Plattform- oder Kartengebühr. Bei StromNow beginnen die Flottenpakete bei 7,99 Euro im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer für Fleet Lite mit zwei inklusiven Fahrern; jeder weitere Fahrer kostet 3,99 Euro. Fleet Standard liegt bei 11,99 Euro mit zwei inklusiven Fahrern, jeder weitere 6,99 Euro. Alle Preise findest du auf der Preisseite.


Ladepreise sind dynamisch und variieren je nach Standort, Betreiber und Tarif; die aktuellen kWh-Preise sehen Fahrer vor dem Ladestart in der Driver App. Wie du die Gesamtkosten deiner Flotte bewertest, zeigt Kosten pro Kilometer in der E-Flotte.

Wie hältst du den Verwaltungsaufwand klein?

  • Eine Plattform für alle Ladeorte statt mehrerer Karten und Portale

  • Eine Sammelrechnung pro Monat statt Einzelbelegen

  • Zuordnung zu Fahrer, Fahrzeug oder Kostenstelle direkt bei der Einrichtung

  • Heimlade-Belege automatisch erzeugen lassen, statt Zählerstände abzufragen

  • Eine kurze Ladeanleitung für Fahrerinnen und Fahrer, zum Beispiel per App

  • Klare Regeln in der Dienstwagenrichtlinie, siehe Car Policy fürs Heimladen

So startest du in vier Wochen

  • Woche 1: Fahrzeuge, Fahrer und Ladeorte auflisten; Heimlademöglichkeiten abfragen

  • Woche 2: Ladekarten bestellen, Fahrer im Portal anlegen, Kostenstellen einrichten

  • Woche 3: Heimladen für Dienstwagen einrichten und Erstattungsmethode festlegen

  • Woche 4: erste Monatsauswertung prüfen und Regeln nachschärfen


Ob Ladepunkte am Betrieb nötig sind, entscheidest du am besten nach den ersten Monaten mit echten Ladedaten.

Welche Fragen solltest du vor dem Start klären?

Auch bei wenigen Fahrzeugen lohnt sich eine kurze Abstimmung, bevor die ersten Karten verteilt werden:


  • Wer ist intern Ansprechperson für Fahrer, Karten und Rechnungen?

  • Welche Fahrzeuge dürfen privat genutzt werden, und wer lädt zu Hause?

  • Nach welcher Methode wird das Heimladen erstattet – tatsächliche Kosten oder Pauschale?

  • Wie werden Kosten verbucht: nach Fahrzeug, Fahrer oder Kostenstelle?

  • Was passiert, wenn eine Karte verloren geht oder jemand das Unternehmen verlässt?


Die Antworten gehören in eine kurze Dienstwagenrichtlinie. Sie muss nicht lang sein, aber sie sorgt dafür, dass alle nach denselben Regeln laden und abrechnen.

Wann lohnt sich der Schritt zu eigenen Ladepunkten?

Ein guter Zeitpunkt ist erreicht, wenn mehrere Fahrzeuge regelmäßig tagsüber oder über Nacht am Betrieb stehen und häufig öffentlich laden müssen. Die Ladedaten der ersten Monate zeigen dir, wie hoch dieser Anteil ist. Wie du den Bedarf dann richtig bemisst, beschreibt Ladeinfrastruktur für Flotten planen.

Wie StromNow kleine Flotten unterstützt

Mit StromNow Fleet bekommen deine Fahrer eine Ladekarte für über 1,2 Millionen Ladepunkte in 32 Ländern und die Driver App mit Routenplaner. Die Heimlade-Abrechnung ist im Fleet-Paket enthalten, und alle Ladevorgänge landen auf einer monatlichen Sammelrechnung. Du kannst StromNow 14 Tage kostenlos testen – ohne Kreditkarte, ohne Kaution, jederzeit kündbar. Für Fuhrparkmanager gibt es dazu das Fleet Portal mit Auswertungen und Exporten.


Kleine Flotte mit StromNow starten – Demo buchen

Quellen und weiterführende Informationen

Stand: 20. Oktober 2026. Preise laut stromnow.com, Stand 20. Oktober 2026. Allgemeine Informationen, keine steuerliche Beratung. Das Titelbild ist ein KI-generiertes Symbolbild.


BMF-Schreiben vom 11. November 2025

Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG)

StromNow Preise

StromNow Magazin: Ladelösung für Flotten

Häufige Fragen zur Ladelösung für kleine Flotten

Welche Ladelösung passt zu einer kleinen Firmenflotte?

Meist eine Kombination aus Firmen-Ladekarte für öffentliches Laden, Heimladen mit Erstattung für Dienstwagen und – bei Bedarf – wenigen AC-Ladepunkten am Betrieb. Wichtig ist eine zentrale Übersicht über alle Kosten.


Brauche ich als kleines Unternehmen eigene Ladepunkte?

Nicht zwingend. Viele kleine Flotten starten mit öffentlichem Laden und Heimladen. Ladepunkte am Betrieb lohnen sich, wenn Fahrzeuge regelmäßig dort stehen.


Gilt die GEIG-Ladepunktpflicht für KMU?

Nicht für Nichtwohngebäude, die einem KMU gehören und überwiegend von ihm selbst genutzt werden (§ 1 Abs. 2 GEIG).


Was kostet StromNow für eine kleine Flotte?

Fleet Lite kostet 7,99 Euro im Monat zzgl. MwSt. mit zwei inklusiven Fahrern, jeder weitere 3,99 Euro. Fleet Standard kostet 11,99 Euro mit zwei inklusiven Fahrern, jeder weitere 6,99 Euro. Ladepreise kommen je nach Standort und Tarif hinzu.


Kann ich StromNow vorher testen?

Ja. Du kannst StromNow 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte und ohne Kaution. Das Paket ist jederzeit kündbar.